Am 07. Oktober 2026 durften wir einen besonderen Gast im Treff im Liegnitzquartier begrüßen: Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte besuchte im Rahmen eines Stadtteilrundgangs Gröpelingen und machte dabei auch Station bei uns.
Der Besuch bot die Gelegenheit, die Entwicklung des Liegnitzquartiers und die Rolle des Treffs für den Stadtteil vorzustellen. Dabei berichteten wir von den positiven Veränderungen rund um den Liegnitzplatz. Noch vor einigen Jahren waren dort vor allem Drogen- und Alkoholkonsum, Vermüllung und Nutzungskonflikte sichtbar. Heute wird der Platz deutlich stärker von Kindern, Familien und Nachbar:innen genutzt. Zwar sind noch nicht alle Herausforderungen gelöst, doch die Entwicklung zeigt klar in eine positive Richtung.
Ein wichtiger Faktor dabei ist die besondere Situation vor Ort: Der Liegnitzplatz wird durch den Treff im Liegnitzquartier, die Räume von energiekonsens und den Spielecontainer auf dem Platz eingerahmt. Die dauerhafte Präsenz dieser Einrichtungen sorgt für mehr Leben, mehr Begegnungen und mehr Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum.
Besonders beeindruckt zeigte sich Andreas Bovenschulte von einer Beobachtung aus unserem Alltag: Familien, die den Platz regelmäßig nutzen, fragen mittlerweile selbst nach Müllzangen und Müllbeuteln, um den Platz sauber zu halten. Für uns ist das ein starkes Zeichen dafür, dass sich viele Menschen den Ort angeeignet haben und Verantwortung für ihr Wohnumfeld übernehmen. So entsteht soziale Kontrolle nicht durch Verbote, sondern durch gelebte Nachbarschaft und gemeinsames Engagement.
Auch der Treff selbst stand im Mittelpunkt des Austauschs. In den vergangenen Jahren hat er sich mit seinen vielfältigen Angeboten zu einem zentralen sozialen Knotenpunkt im Quartier entwickelt. Ob Nachbarschaftstreffen, Beratungsangebote, Kinder- und Familienprogramme, Ferienaktionen oder kulturelle Veranstaltungen: Der Treff bringt Menschen zusammen und schafft Raum für Begegnung, Austausch und Teilhabe.
Großes Interesse zeigte der Bürgermeister außerdem an unserem Angebot, die Räume für Kindergeburtstage zu vermieten. Viele Familien im Quartier leben in kleinen Wohnungen und verfügen nur über begrenzte finanzielle Möglichkeiten. Umso wichtiger ist ein Ort, an dem Kinder ihren Geburtstag feiern können. Dass Kindergeburtstage oft mit viel organisatorischem Aufwand und hohen Kosten verbunden sind, konnte Andreas Bovenschulte gut nachvollziehen. Entsprechend positiv reagierte er auf das Angebot, das von vielen Familien im Stadtteil gerne genutzt wird.
Natürlich sprachen wir auch über die Zukunft des Treffs. Der Bürgermeister ließ sich die Pläne für den geplanten Umbau zeigen und drückte uns die Daumen, dass die Umsetzung bald starten kann.
Zum Abschluss bedankte sich Andreas Bovenschulte für das Engagement vor Ort und zeigte sich beeindruckt von den Entwicklungen im Liegnitzquartier. Für uns war sein Besuch eine schöne Anerkennung der Arbeit, die gemeinsam mit vielen Nachbar:innen, Ehrenamtlichen und Kooperationspartner:innen täglich geleistet wird.
Und natürlich war es auch für uns ein besonderer Moment: Es ist nicht alltäglich, dem Bürgermeister die eigene Arbeit zeigen zu können und mit Stolz davon zu berichten, wie aus einem schwierigen Ort Stück für Stück ein lebendiger Treffpunkt für die Menschen im Quartier geworden ist.
Gefördert von: Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration und das Programm Wohnen in Nachbarschaften (WiN)

